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Ruhrpark, Bochum

Ruhrpark, Bochum

Planung und Realisierung: 2000–2001
BGF: 4.000 m²
Gastronomiebereiche: 12
LP: 1–5

Attraktive Belebung der Innenstadt

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Ruhrpark Bochum

Neubau eines Food-Courts als Erweiterung eines bestehenden Einkaufscenters

Das Objekt befindet sich auf dem Gelände des in den 70er Jahren als eines der ersten Shoppingcenter in Deutschland errichteten Ruhrparks Bochum, der durch zahlreiche inzwischen vorgenommene Erweiterungen seine Attraktivität als Einkaufsstandort im östlichen Ruhrgebiet nie verloren hat.

Das Center selber und die darin vorhandenen Shops und Warenhäuser, wie z.B. Karstadt, C&A, Sinn-Leffers, UCI Kinocenter, sind über ein System von überdachten, aber dennoch offenen Wegen erschlossen, so dass eher der Eindruck eines heterogenen Gefüges – ähnlich einer innerstädtischen Situation entsteht, als der eines durchgestalteten Centers.

In den Sommermonaten bieten zahlreiche Straßencafés eine entsprechende Aufenthaltsqualität, die neben dem reinen Einkauf eine zunehmend wichtigere Rolle spielt. Um diese Aufenthaltsqualität zusätzlich in den Wintermonaten zu erhöhen, sah der Betreiber die Erweiterung des Centers durch einen „Foodcourt" vor, der das bestehende Angebot durch weitere vielfältige gastronomische Angebote ergänzen sollte.

Zur Erreichung dieser Ziele sieht die Planung als zentrales Element eine Halle vor, in der die notwendigen Funktionen untergebracht sind. Zum einen ist hier der Aufenthaltsbereich zu nennen, der in der Mitte der Halle, vom Umgang durch Brüstungen abgegrenzt, zum Verweilen einlädt und den Verzehr der Speisen ermöglicht. Hieran schließt sich der Umgang an, der ebenfalls einen Teil der Sitzplätze aufnimmt, aber gleichzeitig die Verbindung zu den einzelnen gastronomischen Betrieben herstellt.

Die Betriebe stellen sich zum Großteil über einen „Counter" dar, an dem der Gast seine Speisen erhält, um sich dann in der Mitte der Halle seinen Sitzplatz zu suchen. Die für die Gastronomie notwendigen Nebenräume konnten so im hinteren Bereich des Gebäudes untergebracht werden, wodurch es möglich war den Großteil der zentralen Einrichtungen, wie Müll etc. zu bündeln.

Die gesamte Halle wird von einer Holzleimbinder-Konstruktion überspannt, die über Verglasungen von den die Halle umgebenden Wänden getrennt ist, so dass das Hallendach als leichte „Scheibe" erscheint.

Insgesamt ist durch den Neubau eine attraktive Erweiterung des Centers entstanden, die zeitgemäß die Ansprüche an die heutigen multifunktionalen Einkaufscenter erfüllt.