Kurhaus, Rostock Warnemünde
Umbau des ehemaligen Kurhauses zu einer Spielbank mit angeschlossener Gastronomie
Das im Jahr 1928 nach einem Entwurf des Baudirektors Berringer im Stil der neuen Sachlichkeit
errichtete Kurhaus Warnemünde gehört zu den architekturgeschichtlich bedeutendsten Gebäuden dieser Epoche.
Es stellt auch nach 70 Jahren mit dem angegliederten Kurhausgarten als Konzertgarten den kulturellen Mittelpunkt Warnemündes dar.
Im Rahmen der von 1997 bis 1998 durchgeführten Gesamtsanierung des Gebäudes wurden die Wettbewerbsvorgaben des Siegerentwurfes in enger Abstimmung mit der Denkmalbehörde von dem Büro Nattler geplant und realisiert.
Mit der Wiedereröffnung des Hauses, in dem sich die Warnemünder Spielbank befindet, der Kongress- und Veranstaltungssaal, ein Café und Restaurant mit Seeterrasse sowie einer anspruchsvollen Bar mit Diskothek, wurde das kulturelle Zentrum Warnemündes wieder hergestellt.
Das Erscheinungsbild des Gebäudes wird durch den Kontrast dunkler Klinkerstreifen zum weißen Putz geprägt. Der klar gegliederte kubische Bestandsbaukörper blieb erhalten und wurde durch leichte transparente Terrassenanbauten im Stil einer modernen Formensprache ergänzt. So entsteht ein reizvolles Materialienspiel aus Putz, Klinkerbändern und Metallglasfassaden.
Charakteristisch für die Formensprache des Gebäudes sind die horizontal gegliederten Brüstungen mit Putz und Klinkerstreifen, welche aufwendig rekonstruiert wurden.
Durch die Sanierung des Kurhauses wurde in Rostock-Warnemünde ein wichtiges architekturgeschichtliches Gebäude wieder belebt und durch die Ergänzung der Neubauelemente einer Ganzjahresnutzung zugeführt.






