Archiv 2007
Essens Kreative Klasse
Ausstellung

Vom 22. bis 24. November 2007 waren Nattler Architekten eines von rund 80 Essener Unternehmen, die zu einem Festival der Kreativwirtschaft mit spannenden Veranstaltungen im gesamten Stadtgebiet einluden. Die Ausstellung in den Räumen in der Girardetstraße hatte Beispiele aus Wettbewerbsbeiträgen im Ruhrgebiet zum Thema.
Sie umfasste Projekte wie den Flughafen Mülheim an der Ruhr, RW TÜV Essen, die alte Synagoge, die Stadtwerke, den Eingang des Hauptbahnhofes sowie das Begegnungszentrum Franz Sales Haus in Essen.
Die Ausstellung bleibt dauerhaft im Foyer unseres Architekturbüros und kann von Montags bis Freitags in der Zeit von 9.00 bis 17.00 Uhr besichtigt werden.
Essens Kreative Klasse ist eine Veranstaltung der Entwicklungsgesellschaft Zollverein.
Zusätzliche Informationen unter
www.essenskreativeklasse.de
Franz-Sales-Haus Essen
Neubau eines Begegnungszentrums





Auszug aus dem Preisgericht:
"Die städtebauliche Orientierung des kompakt erscheinenden Gebäudekomplexes gestaltet sich zum zentralen Platz und zum Zufahrts-/Eingangsbereich an der Ostseite offen und einladend. Der zweite Bauabschnitt (Hotel) ergänzt das Bauvolumen an der Westseite, orientiert sich klar und richtig zum inneren Parkbereich, nimmt Rücksicht auf die Schallquelle der Hauptverkehrsstraße.
... Die Funktionsbereiche sind nach außen klar ablesbar, kommunikative Elemente und funktionale Einheiten sind gut abgegrenzt. Der funktionale, innere Aufbau ist klar strukturiert, übersichtlich und erschließt sich dem Nutzer unmittelbar. Das Foyer verbindet die Bereiche Kantine, Restaurant und Tagungsbereich, getrennte Zugänge und Nutzungen sind trotzdem gut möglich.
... Das Hotel ist eigenständig und ökonomisch zu bewirtschaften. Es verfügt über einen völlig separaten Zugang von der Nordseite, ist somit jedoch nur intern über das Gesamtgelände zu erreichen. Die Zimmeretagen sind als zweihüftige Anlage konzipiert. Der gesamte Baukörper hat eine sehr eigenständige Gesamtwirkung. Er ist in den Kommunikationsbereichen sehr transparent und offen sowie insgesamt harmonisch gegliedert.
Die einzelnen Bereiche sind eigenständig und fügen sich zu einer homogenen Einheit zusammen.
Die Rahmenbedingungen hinsichtlich Baurecht und Denkmalschutz sind erfüllt. Der 2. Bauabschnitt (Hotel) ist für eine überzeugende Realisierung nicht zwingend, kann also ohne bauliche und gestalterische Abstriche später realisiert werden."
Die Freiräume planten die Essener Landschaftsarchitekten
Davids | Terfrüchte + Partner
Lämmi's Sportcenter
Umbau eines bestehenden Sportcenters in Herzogenrath





Innerhalb von nur zwei Monaten Umbauzeit ist ein neu strukturiertes und modernisiertes Sportcenter entstanden, das Mitte Oktober mit einer großen Eröffnungsfeier eingeweiht wurde, an dem 800 Gäste teilnahmen. Das Center wurde von Nattler Architekten nicht nur baulich saniert, sondern auch durch neue Nutzungen strukturell aktualisiert und revitalisiert. Der umgebaute, 300 m² große Gastronomiebereich mit neuer Großküche ist in den Farben des Sports gestaltet: Grün und ascherot. Großformatige, atmosphärische Schwarz-Weiß-Fotos mit Szenen aus der Sportkarriere des Betreibers schmücken die Wände und dienen gleichzeitig als Schalldämpfung.
Auf 2.500 m² sind sechs Soccer-Courts in verschiedenen Größen angelegt. Die Soccer- und Tennishalle wurde neu beheizt mit gasbetriebenen Dunkelstrahlern. In Zusammenarbeit mit Fachingenieuren wurden Schall- und Brandschutzmaßnahmen am gesamten Gebäude durchgeführt. Die 1.300 m² große, vorhandene Beach- und Volleyballhalle wurde zur Badmintonhalle mit flächenelastischem Boden mit zehn Courts umgebaut, wie auch der Sqashbereich mit 170 m² und die Switchingzone mit 155 m².
Medion Design Center Essen
Entwurf für ein Design Center der Firma Medion auf Zollverein





Auf Veranlassung der Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft (EWG) wurden im April dieses Jahres sechs renommierte nationale Architekturbüros - unter ihnen Nattler Architekten - aufgefordert, einen Entwurf für das Design Center der Firma Medion zu verfassen. Ziel war, den profilierten Standort "designstadt zollverein" auf der Fläche zwischen Zeche und Kokerei Zollverein und direkt neben der renommierten "Zollverein School of Management and Design" für die Firma Medion attraktiv zu machen.
Ausgangspunkt der Überlegungen des Entwurfs von Nattler Architekten ist eine kubisch geprägte Gebäudekonfiguration, die in ihrer geometrischen Einfachheit an den Geist von Zollverein anknüpft. Alt und Neu, denkmalgeschütztes Stellwerk und moderne Röhre "Tube" stehen jeweils selbstbewusst nebeneinander und sind über eine gläserne Fuge voneinander getrennt und gleichzeitig wieder verbunden. So entsteht ein Ensemble zweier sich gegenseitig in ihrer Wirkung verstärkender Gebäude, die trotz aller Gegensätze eine kraftvolle Einheit bilden.
Während das Stellwerk solide und fest verwachsen auf dem Boden steht, kommt die "Tube" leicht und schwebend daher: Aufgeständert zur Arendahls Wiese und sich spiegelnd in der vorgelagerten Wasserfläche am Besuchereingang aus der Richtung Kokerei-Gelände. Form und Materialwahl der "Tube" legen Assoziationen mit den High-Tech Produkten der Medion AG nahe. Nachts leuchtet das Gebäude mit seiner transluzenten Fassade von innen heraus und verstärkt den schwebend leichten Charakter.
Der ruppige industrielle Charme im Innern passt gut zu der zweckbestimmten Arbeitsatmosphäre einer Designwerkstatt. Transparenz und Zeitlosigkeit sind kennzeichnende Attribute.
Verwaltungsgebäude der Vorwerk & Co.KG Wuppertal
Umbau der 6. und 7. Etage für die Geschäftsleitung und als Konferenzzone





Nach nur sechsmonatigen störungsfreien Umbauarbeiten bei laufendem Betrieb konnte die Geschäftsleitung der Vorwerk & Co KG in Wuppertal ihre neu gestalteten Büro- und Konferenzräume in ihrem bestehenden Gebäude beziehen. Ausgangspunkt der Planung war, dass die oberste Etage, die das Rechenzentrum beherbergte, eine neue, ihr angemessene Nutzung erhalten sollte. Die Raumhöhe von mehr als sieben Meter bot sich an, um eine komplett neue Geschossdecke einzuziehen und Fläche zu gewinnen (400 m² in Stahlverbund-Bauweise, mit Holorib-Blech als verlorene Schalung).
Die untere 6. Ebene wurde für die Geschäftsleitung ausgebaut. Die Flurzonen wurden aufgeweitet, Lichtdecken sorgen für eine angenehme Stimmung, in der Sessel in Wartebereichen zum Sitzen einladen. Die Büros der Sekretariate tragen mit ihren teils sandgestrahlten Glaswänden der Firma bene zur offenen, lichtdurchfluteten Atmosphäre bei. Die repräsentativen Räume der Unternehmensleiter passen sich mit individuell angefertigtem Mobiliar dem jeweiligen Geschmack der Benutzer an.
Die obere, neu geschaffene 7. Ebene wurde zur modernen Konferenzzone. Verschiedene Räume unterschiedlicher Größe von 23 bis 46 m² lassen sich durch mobile Wände zu einem Konferenzraum von 110 m² schalten. Mediensideboards mit integrierter, unsichtbarer und aktuellster Technik ermöglichen Videokonferenzen in alle Welt.
In beiden Ebenen wurde der Vorwerk Teppichboden "nandou" in den Farben sand und dunkelbraun, eingerahmt von einem Parkettfries verlegt.
Botschafts-Kanzleigebäude der Republik Türkei in Berlin
Internationaler Wettbewerb – Engere Wahl





Die Aufgabe des Wettbewerbs bestand darin, ein modernes Gebäudeensemble auf dem Grundstück der Republik Türkei, Tiergartenstraße Ecke Hildebrandstraße, eines der letzten freien Grundstücke im "Diplomatenviertel" südlich des Tiergartens zu entwickeln. Unter 145 Teilnehmern aus der ganzen Welt kamen Nattler Architekten in die engere Wahl und gehören somit zu den 20 besten Beiträgen. 14 Arbeiten kamen in die zweite Runde.
Zwischen italienischer und indischer Botschaft nimmt der Entwurf für die Vertretung der Republik Türkei die Idee der umgebenden Solitärgebäude auf und fügt sich so in das Gesamtbild des Diplomatenviertels ein, das mit der Schließung dieser Baulücke gegenüber dem Tiergarten einen letzten Mosaikstein erhält. Durch einen spannungsvollen Schwung der zur Tiergarten orientierten Eingangsfassade entsteht die Möglichkeit, eine bestehende Platane in die Gesamtkonzeption des Entwurfs aufzunehmen und zu einem prägenden Element zu machen. Über einen Wasserlauf wird die Verbindung des Außenraumes mit dem prägenden "Dorfbaum" zum Innenraum hergestellt. Der Wasserlauf findet seine Fortsetzung in einem durchgehenden "Lichtschlitz", so dass die Elemente "Erde", "Wasser" und "Luft" ihre architektonische Entsprechung finden.
Das Gebäude ist vorstellbar in einer Stahlbetonkonstruktion, die weitgehende konstruktive Freiheit für den dargestellten Entwurf bietet.
Südseite Hauptbahnhof Essen
Beschränkter eingeladener Wettbewerb zur Umgestaltung des südlichen Bahnhofsvorplatzes





Im Zuge der geplanten Neugestaltung des Essener Hauptbahnhofes möchte die Stadt Essen verloren gegangene Bezüge wieder beleben. Inmitten der Stadt gelegen erfüllt der Bahnhof die Funktion als Gelenk zwischen der Einkaufsstadt im Norden und der Dienstleistungsstadt im Süden. Dabei kommt der Gestaltung beider Bahnhofsseiten als "Tore zur Stadt" besondere Bedeutung zu
Die Aufgabenstellung bestand in der Errichtung eins pavillonartigen Gebäudes, das als Visitenkarte der Stadt die Reisenden begrüßen, ein Beitrag zu sozialen Kontrolle leisten und Wetterschutz bieten sollte.
Der Beitrag von Nattler Architekten mit dem Motto "Unter einem Dach" hat als Ausgangspunkt die Überlegung, den Bahnhofsvorplatz an der Südseite "aufgeräumt" und mit klar zugewiesenen Bereichen erscheinen zu lassen – Platz zu schaffen.
Das Dach, von mikadoähnlichen Stützen gehalten und losgelöst vom Bürogebäude, wirkt wie eine offene Stadtloggia und unterstützt den Bahnhof als "transitorisches Element" im Stadtgrundriss. Es besteht aus einem unregelmäßig geformten Luftkissendach in Anmutung einer Wolke, das durch auf- und abschwellendes, die Farbe wechselndes Licht zwischen der oberen und unteren Folienebene flimmernd oder atmend erscheint.
In einem ordnenden Gesamtrahmen werden die Nutzungen wie Taxistand, Kurzzeitparkplätze, Fahrradständer, U-Bahnzugang und die Erschließung zwischen dem Parkhaus und der Strasse Freiheit zusammengefasst. Sämtliche Abstellflächen für Pkw und Räder werden von einem grünen Baumpaket überdacht.
Erweiterung der Hauptverwaltung der Stadtwerke Essen
Einladungswettbewerb zur Erweiterung der Hauptverwaltung der Stadtwerke Essen in Essen-Rüttenscheid - 2. Platz





Im Rahmen eines Einladungswettbewerbes erreichten Nattlerarchitekten den 2. Platz unter 7 eingeladenen Büros.
Ziel der Aufgabenstellung war die Zusammenfassung der über das Stadtgebiet verstreut liegenden Verwaltungsstandorte der Essener Stadtwerke zu einer Unternehmenszentrale mit der Verlagerung von 200 Arbeitsplätzen.
Dabei war besonderes Augenmerk auf den Bestand zu richten, der in die Neuplanung integriert werden sollte, um den 25.000 m² großen Gesamtkomplex angemessen in die das Umfeld prägende Blockrandbebauung einzufügen.
Der Entwurf wurde umgesetzt mit einer 4 geschossigen Kammstruktur, die den Innenhofbereich mit den umliegenden Straßen verzahnt. Die weitestgehende Unterbringung der PKW im Untergeschoss lässt Raum für eine attraktive Freiraumgestaltung, die neben den neuen Büros auch dem umliegenden Wohnungsbestand zu Gute kommt.
Ein weiterer wichtiger Aspekt war die Nutzung von regenerativen Energien im Zusammenhang mit dem gesamten Energiekonzept, das dazu beiträgt gesunde Wohn- und Arbeitsverhältnisse zu schaffen, ökologisch nachhaltig zu wirtschaften und sich verantwortungsbewusst im Umgang mit der Umwelt zu verhalten, um so die natürlichen Grundlagen unseres Lebens zu schonen.






