Kinodrom, Bocholt
Neubau eines Multiplexkinos mit angeschlossener Gastronomie
An exponierter Stelle in der Bocholter Innenstadt gelegen, versucht das Kinocenter über die Fassadengestaltung einen Gegenpol zu den eher introvertierten Kinosälen zu setzen, deren Anordnung und Gestaltung sich rein aus der Funktion ergibt. Großflächige Verglasungen der Erschließungsfunktion tragen die Nutzung in den Straßenraum und schaffen so eine Verbindung zwischen innen und außen.
Die 9 Kinosäle mit insgesamt ca. 1.500 Sitzplätzen sind im wesentlichen nebeneinander angeordnet. 2 kleinere Kinosäle sind übereinander gestapelt, ein weiteres Kino befindet sich über der 2-geschossigen Eingangshalle, so dass die Flächen innerhalb der geschlossenen Kubatur bestens genutzt wurden.
Neben dem Kino wurde ein zweigeschossiges Restaurant angegliedert, das ebenfalls über eine großzügige Verglasung eine kommunikative Verbindung zwischen Innen- und Außenraum zulässt. In den Durchdringungspunkten beider Baukörper ist die Eingangshalle mit ihren Erschließungselementen angeordnet. Die Fassade stellt ein spannungsreiches Wechselspiel zwischen schweren geschlossenen Ziegelflächen und leichten Glas-Metall-Elementen dar. Das exponierte Vordach dient zur Wiedererkennung und der Fernwirkung des Gebäudes.
So ist ein Kinocenter entstanden, das anders als viele andere der neueren Multiplexkinos ein unverwechselbares Gesicht zeigt und somit einen hohen Wiedererkennungswert bietet. Die inzwischen langjährige Akzeptanz des Kinos in der Bocholter Bevölkerung zeigt, dass das Konzept ankommt und sich bewährt hat.






